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Der Tote vom Cap Ferret (eBook)

Bordeaux Krimi

(Autor)

eBook Download: EPUB
2025 | 1. Auflage
336 Seiten
Aufbau Verlag
978-3-8412-3621-0 (ISBN)
Systemvoraussetzungen
9,99 inkl. MwSt
(CHF 9,75)
Der eBook-Verkauf erfolgt durch die Lehmanns Media GmbH (Berlin) zum Preis in Euro inkl. MwSt.
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Bonnes vacances, Madame le Commissaire! 

Unweit von Bordeaux erstreckt sich die idyllische Halbinsel Cap Ferret in den Atlantik hinein. Hier gönnt sich der Unternehmer Laurent Marchand einen frühsommerlichen Urlaub. Bis er morgens beim Holzsammeln brutal ermordet wird. Die Ermittlungen führen Hauptkommissarin und Polizeipsychologin Pauline Castelot zu verschiedensten Verdächtigen. So streift ein Einsiedler durch die Wälder der Halbinsel, und der Ranger des Naturschutzparks wurde am Tatort gesichtet. Als die achtjährige Clémentine aus dem nahen gelegenen Ferienlager verschwindet, eskaliert die Situation ... 

Ein neuer Fall für die charmante Kommissarin und ihr Team an der idyllischen Küste Südfrankreichs.



Maria Dries wurde in Erlangen geboren. Seit sie mit siebzehn Jahren das erste Mal an der Côte d'Azur war, damals noch mit einem alten Käfer Cabrio, kehrt sie immer wieder nach Frankreich zurück. Jedes Jahr verbringt sie dort längere Zeit, um für ihre Kriminalromane zu recherchieren, die französische Küche auszukosten und das unvergleichliche Lebensgefühl zu genießen. Sie lebt mit ihrer Familie in der Fränkischen Schweiz. Im Aufbau Taschenbuch erscheint neben ihren Bordeaux-Krimis rund um das Cold-Case-Team von Madame le Commissaire Pauline Castelot auch ihre in Barfleur angesiedelte Reihe, in der Kommissar Philippe Lagarde ermittelt.

Maria Dries wurde in Erlangen geboren. Seit sie mit siebzehn Jahren das erste Mal an der Côte d’Azur war, damals noch mit einem alten Käfer Cabrio, kehrt sie immer wieder nach Frankreich zurück. Jedes Jahr verbringt sie dort längere Zeit, um für ihre Kriminalromane zu recherchieren, die französische Küche auszukosten und das unvergleichliche Lebensgefühl zu genießen. Sie lebt mit ihrer Familie in der Fränkischen Schweiz. Im Aufbau Taschenbuch erscheint neben ihren Bordeaux-Krimis rund um das Cold-Case-Team von Madame le Commissaire Pauline Castelot auch ihre in Barfleur angesiedelte Reihe, in der Kommissar Philippe Lagarde ermittelt.

Prolog


Vor dem bogenförmigen, von Stockrosen flankierten Eichenportal der Kirche Saint-Martin in Moustey hatte Madeleine die Arme um ihre beiden Kinder, die neunjährige Marie-Laure und den sechs Jahre alten Michel, gelegt. Sie blinzelten in die Maisonne, die an einem strahlend blauen hohen Himmel stand, über den Wolkenschleier ostwärts wanderten. Es war später Vormittag, und die Temperaturen hatten bereits fünfundzwanzig Grad überschritten. Victor, der Familienvater, wischte sich den Schweiß von der Stirn und zog sein Smartphone aus der Hosentasche. Mit beiden Händen hielt er es waagrecht in Augenhöhe.

»Guckt doch mal freundlich!«

Madeleine schenkte ihm ihr schönstes Lächeln, Marie-Laure grinste, Michel zeigte seine Zahnlücke und bildete aus Mittel- und Zeigefinger der rechten Hand ein Victoryzeichen.

Victor knipste das Foto und lächelte zufrieden. »Perfekt!«

Dann schulterte er seinen Rucksack und deutete auf einen von Wiesenblumen und Weißdornsträuchern gesäumten gewundenen Pfad, der durch einen grünen Baldachin im Forst verschwand.

»Da beginnt der Wanderweg. Er ist etwa zehn Kilometer lang und führt uns zum Ausgangspunkt zurück. Auf halber Strecke auf einer Lichtung gibt es einen Picknickplatz, dort legen wir eine Rast ein.«

»Gibt es dann den Marmorkuchen, den Maman und ich gebacken haben?«, wollte Michel wissen.

»Selbstverständlich.«

»Bekomme ich auch eine Orangina?«

»Aber ja.«

Der Kleine freute sich. Seine blauen Augen leuchteten. »Auf geht’s!«

Er setzte sich seine Baseballkappe verkehrt herum auf den blonden Schopf und rannte los, gefolgt von seiner Schwester, deren Zöpfe flogen.

Im Wald duftete es nach Harz und Kiefernnadeln, der Ruf eines Kuckucks war in regelmäßigen Abständen zu vernehmen, am Wegrand wuchsen winzige Erdbeeren, die noch nicht ganz reif waren. Plötzlich tauchten zwei Rehe zwischen den knorrigen Stämmen auf, hielten erschrocken inne, drehten sich blitzschnell um und stürmten sogleich mit großen Sprüngen davon.

»Wann kommt endlich der Rastplatz?«, wollte Michel wissen. »Ich bin am Verhungern.«

»Wir müssten bald da sein«, antwortete seine Mutter nach einem Blick auf die Wanderkarte. »Gleich passieren wir das Forsthaus, dann sind es nur noch ein paar Hundert Meter. Es gibt sogar einen Spielplatz.«

»Super! Ich will klettern.«

Marie-Laure entdeckte zwischen vertrockneten Buchenblättern einen Totengräberkäfer und setzte ihn behutsam auf ihre Handfläche. »Du bist aber hübsch. Dich nehme ich mit nach Hause«, flüsterte sie.

Als die Familie ihre Wanderung fortsetzte, kam Wind auf, der mittlerweile verschleierte Sonnenball verschwand hinter den sich auftürmenden Wolken. Ein plötzlicher Temperatursturz setzte ein. Marie-Laure bekam eine Gänsehaut und schlüpfte in einen Pullover, den sie sich um die Taille gebunden hatte. Ihr Vater betrachtete besorgt den Himmel, der sich rasch verdunkelte. In Windeseile schob sich eine schwarze Wand auf sie zu. Erste Sturmböen rissen an den Ästen, ließen Baumwipfel erzittern und Zweige knacken. Nebelfetzen tanzten zwischen den Baumstämmen. Erst begann es zu tröpfeln, dann setzte innerhalb von Sekunden Starkregen ein, der sich wie eine biblische Flut über das Waldgebiet ergoss. Rinnsale wurden zu Bächen. Das Wasser wirbelte gurgelnd über Kieselsteine und zerrte an den Heidelbeersträuchern.

Bevor die Familie in die Regenjacken schlüpfen konnte, war ihre Kleidung durchnässt, die Haare tropften, eiskaltes Wasser strömte über ihre Gesichter. Michel starrte fasziniert auf den Waldboden, auf den golfballgroße Hagelkörner prasselten und hüpften. So etwas hatte er noch nie gesehen.

Victor, der einige Meter vorausgegangen war, drehte sich um und übernahm das Kommando. »Los, kommt! Beeilt euch! Wir laufen zurück zum Forsthaus. Dort können wir uns unterstellen, bis der Spuk vorbei ist.«

Über den violett-schwarzen Himmel zuckten Blitze. Seine Stimme wurde von einem Donnerschlag verschluckt. Ein schauerliches Heulen jagte durch den Forst, begleitet von einem intensiven Geruch nach mineralischer Erde und Moder. Der Sturm zerrte an ihren Kleidern, sie konnten sich kaum noch aufrecht halten und stemmten sich gegen den Wind. Madeleine nahm ihre verängstigen Kinder an der Hand, um zu ihrem Mann aufzuschließen, als ein knirschendes Beben das Erdreich erschütterte. Paralysiert blieben die drei stehen, während gleichzeitig eine Böe an einer morschen, von Käfern zerfressenen Kiefer rüttelte, die aufächzte, um dann sekundenschnell wie gefällt umzustürzen. Dabei riss sie das gewaltige Wurzelwerk aus der Erde. Das archaische Ächzen ließ ihnen das Blut in den Adern gefrieren.

Entsetzt musste Victor mit ansehen, wie der Baum einem Fallbeil gleich auf seine Frau und die Kinder fiel und sie erbarmungslos umriss. Madeleine stieß einen schrillen, lang anhaltenden Schrei aus, Marie-Laure brüllte nach ihrem Vater. Von Michel war kein Laut zu hören. Victor stürzte auf den Stamm der Kiefer zu und versuchte ihn hochzuheben. Vergeblich! Er war viel zu schwer und rührte sich keinen Millimeter. Das Bein seiner Frau lag seltsam verdreht, sie schrie vor Schmerzen, die Augen waren panisch aufgerissen. Marie-Laures Gesicht war blutverschmiert, sie starrte ihn an und stöhnte jämmerlich. Kein Wort drang aus ihrem Mund. Michel rührte sich nicht, hatte die Augen geschlossen und war bleich wie ein Leichentuch. Die Angst, dass sein Sohn nicht mehr am Leben sein könnte, raubte Victor schier den Verstand. Dann riss er sich zusammen. Er musste sofort Hilfe holen, allein schaffte er das nicht. Suchend sah er sich um.

Ein Mann in Jeans und Unterhemd, alarmiert durch die gellenden Hilfeschreie, stürzte aus dem Forsthaus. Als er das Szenario wahrnahm, setzte er mit seinem Funkgerät einen Notruf ab.

»Packen Sie oben an, ich ein Stück weiter unten«, wies er Victor an. »Zusammen schaffen wir es! Auf drei, und los!«

Mit vereinten Kräften gelang es den Männern schließlich, den Baum einige Zentimeter hochzuheben und weg von den Opfern zu zerren. Victor und der Förster leisteten erste Hilfe und versuchten die Verletzten zu stabilisieren. Dabei sprachen sie tröstende Worte. In Marie-Laures Gesicht verlief ein Kratzer quer über die Wange. Leise schluchzte sie vor sich hin. Die Augen irrten ziellos hin und her. Offenbar stand sie unter Schock. Sie wagten es nicht, die Position von Madeleine zu verändern, die verstummt war und am ganzen Körper zitterte. Vorsichtig hatten sie ihre Hose aufgeschnitten und einen offenen Oberschenkelbruch zum Vorschein gebracht.

Bei Michel konnten sie eine Schädelverletzung oder einen Schaden an der Wirbelsäule nicht ausschließen. Daher bewegten sie ihn nicht und breiteten lediglich eine Wärmedecke über das unterkühlte Kind. Der Puls des Jungen schlug schwach, aber regelmäßig, die Atmung ging flach. Das blasse Gesicht war eiskalt, er war nicht ansprechbar. Victor zerriss es das Herz, als er ihn so da liegen sah. Übelkeit stieg in ihm auf. »Bleib bei mir«, flüsterte er. »Bitte!«

Endlich näherte sich der Rettungswagen mit Blaulicht und Martinshorn, der sich einen Weg durch den dunklen Wald über abgerissene Äste, zerbrochene Zweige und Laubaufschüttungen bahnen musste. Die Lichtstrahlen zuckten gespenstisch durch den Nebel. Eine Notärztin und zwei Sanitäter kümmerten sich um die Erstversorgung. Madeleine und ihr Sohn mussten reanimiert werden. Einer der Männer forderte einen Rettungshubschrauber an. Nach zwanzig Minuten landete die Maschine auf der Lichtung und nahm Michel, der sich in Lebensgefahr befand, sowie seine schwer verletzte Mutter auf. Mit ohrenbetäubendem Dröhnen schraubte er sich senkrecht in die Höhe und drehte mit einer eleganten Schleife nach Bordeaux ab. Das Unwetter war so schnell verschwunden, wie es gekommen war. Stille legte sich über den Forst. Wassertropfen perlten über Buchenblätter.

Die Notärztin hatte nach der Untersuchung von Marie-Laure, die durch einige Kratzer und Abschürfungen leicht verletzt war, zugestimmt, dass sie bei ihrem Vater bleiben durfte. Angesichts der psychischen Verfassung des Mädchens schien es ihr ratsam. Sie hatte jedoch darauf bestanden, dass der Hausarzt der Familie noch am selben Tag nach ihr sehen würde, da eine leichte...

Erscheint lt. Verlag 13.1.2025
Reihe/Serie Pauline Castelot ermittelt in Bordeaux
Pauline Castelot ermittelt in Bordeaux
Verlagsort Berlin
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Krimi / Thriller / Horror Krimi / Thriller
Schlagworte Bestseller 2024 • Bordeaux • Frankreich • Krimi • neuerscheinung 2024 • Pauline Castelot • Urlaub • Urlaubskrimi
ISBN-10 3-8412-3621-9 / 3841236219
ISBN-13 978-3-8412-3621-0 / 9783841236210
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