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Perry Rhodan 3312: Willkommen in der Agolei (eBook)

Perry Rhodan-Zyklus 'Phoenix'
eBook Download: EPUB
2025 | 1. Auflage
64 Seiten
PERRY RHODAN digital (Verlag)
978-3-8453-6312-7 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Perry Rhodan 3312: Willkommen in der Agolei -  Oliver Fröhlich
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4000 Jahre in der Zukunft ... in der Mitte des 23. Jahrhunderts Neuer Galaktischer Zeitrechnung. Die Menschen leben in Frieden und Freiheit. Von der Erde aus haben sie ein Netz aus Beziehungen und Bündnissen geschlossen, das zahlreiche Planeten in der Milchstraße umfasst. Perry Rhodan - der Mann, der die Menschheit zu den Sternen geführt hat - will mit einer neuen Klasse von Kurierschiffen dafür sorgen, dass die Sterneninseln der Lokalen Gruppe zusammenwachsen. Mit dem Projekt von San zielt er auf ein Bündnis von Galaxien ab. Doch ehe der PHOENIX zu seinem Jungfernflug starten kann, wird die Erde attackiert: Shrell zündet das Brennende Nichts, das binnen vier Jahren Erde und Mond verschlingen wird. Ihr Ultimatum: Perry Rhodan muss in ihre Heimat fliegen, um den dortigen Tyrannen zu töten. Doch dieser Tyrann sei Reginald Bull, Rhodans ältester Freund. Rhodan bleibt nichts anderes übrig, als eine weite Reise anzutreten. Mit einer kleinen Besatzung und dem PHOENIX bricht er in die Agolei auf, ein gigantisches Band aus Sternen. Schon bald heißt es: WILLKOMMEN IN DER AGOLEI ...

BUCH I

Eine überraschende Nachricht

 

Es geschieht zu jeder Zeit etwas

Unerwartetes; unter anderem ist auch

deshalb das Leben so interessant.

(Marie von Ebner-Eschenbach)

 

 

1.

Enttäuschte Erwartungen

6. August 2250 NGZ

 

Die Agolei. Das Ziel einer 238 Millionen Lichtjahre überspannenden Reise. Ein nach astronomischen Verhältnissen hauchdünnes, kerzengerades Band aus Sonnen, vierzehn Mal länger als der Durchmesser der Milchstraße. Das Licht des äußersten Sterns brauchte ungefähr 1,4 Millionen Jahre, um am anderen Ende des Sternenstroms anzukommen.

Riesige Zahlen, die Meg Ontares zwar fehlerfrei aussprechen und mit denen sie notfalls auch rechnen konnte, deren wahre Bedeutung für sie jedoch immer ungreifbar bleiben würde.

Noch hatten sie das Ziel nicht ganz erreicht, aber in wenigen Minuten würde der PHOENIX aus dem Hyperraum in den Einstein-Raum zurückkehren – falls man diesen Begriff überhaupt verwenden konnte in einer Gegend, in der niemand je von einem Herrn Einstein gehört hatte.

Wie so oft auf ihrer langen Reise hatte sich die Mannschaft in der Lounge versammelt. Die wie Irisblenden verschließbaren Lamellen der Zwischenböden auf Höhe des B- und C-Decks waren eingefaltet. So standen der Crew die vollen zwölf Meter Durchmesser des kugelförmigen Freizeit- und Aufenthaltsbereichs zur Verfügung.

Meg saß in einem der Schwebesessel, die Hände entspannt auf den Lehnen, und starrte auf die gewölbte Innenwand der Lounge, die im Augenblick nichts anderes zeigte als einen dichten holografischen Dschungel. Bromelien, von Würgefeigen überwucherte Elefantenbäume, Rhododendren, Lianen und vieles mehr. Das künstliche Zwitschern exotischer Singvögel und ein stetes Insektenbrummen und -zirpen vervollständigten die Illusion ebenso wie das gelegentliche Affengeschrei und das Knarzen von Bäumen. Phoenix hatte sogar einige Aromastoffe in die Lounge geleitet. Der Duft nach feuchter Erde, Holz, Blättern und Blüten vermittelte Meg zwar nicht das Gefühl, sich tatsächlich in einem Urwald aufzuhalten, aber immerhin in einem Sensoriumskino, wie sie sie in Terrania so gerne besucht hatte.

»Vier Minuten bis zum Wiedereintritt in den Normalraum«, hallte die markante Männerstimme des Bordbewusstseins durch den Dschungel.

»Erhöhte Alarmbereitschaft«, sagte Perry Rhodan, dessen Sessel links von Meg schwebte. Neben ihm saßen Liam Barstow und Atlan. Lediglich der Ara Zhobotter war in seiner Kabine geblieben.

Zwei Worte des Terraners, gesprochen mit völlig unaufgeregter Stimme, und dennoch reichten sie aus, dass sich Megs Hände in die Sessellehnen krallten. Plötzlich kam ihr die Geräuschkulisse in der Lounge, das Zirpen und Brummen und Kreischen, wie die Untermalung zu einem Grusel-Trivid vor. »Glaubst du, sie erwarten uns?«

Meg musste nicht erklären, wen sie meinte: die Schiffe der Leun, die in der Agolei beheimatet waren.

»Ich weiß es nicht«, antwortete Rhodan. »Aber erinnere dich an die vergangenen Tage.«

»Das tu ich. Ständig.«

Wie sollte sie auch nicht? Der von den Wycondern erzwungene Zwischenstopp im Wycosystem, die zeitweilige Gefangennahme, das Auftauchen des Leunschiffs MONA-DIN, dessen Kommandant Wuranok behauptet hatte, Rhodan im Auftrag von Reginald Bull töten zu sollen – all das steckte ihr immer noch in den Knochen. Sie war Psychologin und Ärztin, keine Soldatin. Auf Gefechte, Scharmützel oder sonstige Kampfsituationen konnte sie dankend verzichten – und in einem Schiff wie dem PHOENIX, das nicht darauf ausgelegt war, erst recht.

Natürlich, sie hatte gewusst, worauf sie sich einließ, als sie sich vor etwas mehr als einem Jahr der Besatzung angeschlossen hatte. Ihr war klar gewesen, dass ihre Reise nicht risikolos ablaufen und dass die Gefahr erst so richtig beginnen würde, sobald sie ihr Ziel erreicht hatten. Das bedeutete aber nicht, dass sie sich danach sehnte. Im Gegenteil.

»Wir haben keinerlei Anhaltspunkte«, sagte Rhodan, »wie uns die MONA-DIN bei den Wycondern gefunden hat und woher Wuranok wusste, in welchem Schiff wir uns aufhalten. Immerhin ist der PHOENIX nicht gerade eine Blaupause der üblichen terranischen Kugelschiffe. Eines aber wissen wir: Die Leunflotte, deren Vorhut die MONA-DIN war, hat nach unserer Flucht die Verfolgung aufgenommen.

Also ist es besser, auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein. Schon gegen dieses eine Schiff hätten wir keine Chance gehabt, wenn uns die Einheiten der Wyconder nicht beschützt hätten. Der Abschuss der MONA-DIN hat unsere Sympathiewerte bei den Leun vermutlich nicht gerade gesteigert.«

»Drei Minuten bis zum Wiedereintritt«, meldete die angenehme Stimme von Phoenix.

Illustration: Swen Papenbrock

»Ich hätte eine Theorie anzubieten«, sagte Dr. Barstow.

»Raus damit!«, kam es von Atlan.

»Tatsache ist, dass uns die Wyconder keineswegs freundlich gesinnt waren. Ohne die Fürsprache ihrer Obersten Architektin säßen wir vermutlich immer noch bei ihnen fest.«

»Das kannst du ihnen aber kaum vorwerfen!«, wandte Meg ein. »Immerhin hielten sie uns für Sendboten von Shrell. Wie würden wir reagieren, wenn jemand unsere Heimatwelt vernichtet hätte, um unsere Hochtechnologie zu klauen, und ein halbes Jahrhundert später tauchten Fremde auf, die ebenjene Technologie in ihrem Schiff verbaut hätten? Ich glaube nicht, dass wir ihnen eine ausgelassene Willkommensfeier ausrichten würden.«

Erst in diesem Augenblick wurde ihr bewusst, dass dieser dahingesagte Satz den tatsächlichen Ereignissen erschreckend nahe kam. Shrell hatte ein Brennendes Nichts auf Terra gezündet – zwei, um genau zu sein, und ein weiteres auf Luna. Und wenn es ihnen nicht gelang, dieses dreifache Nichts vor Ablauf von vier Jahren zu löschen, stand ihrer Heimatwelt das gleiche Schicksal bevor wie der der Wyconder: völlige Vernichtung.

»Eben darauf will ich hinaus«, sagte Dr. Barstow. »Shrell behauptet, Reginald Bull hätte ihr Volk versklavt. Das mag stimmen oder nicht, jedenfalls ist er ihr Feind und sie seiner. Sonst hätte sie dich, Perry, wohl kaum ... nun, ersucht, ihn umzubringen. Und da sind wir! Ein gedungenes Mordkommando im Auftrag von Shrell.«

»Aber wir sind nicht hier, um uns Shrells Erpressung zu beugen«, widersprach Rhodan.

»Das weißt du, und das wissen wir. Doch weiß es Bull? Wenn uns schon die Wyconder für Shrells Sendboten oder Handlanger oder was immer gehalten haben, muss dann nicht erst recht der angebliche Usurpator das Gleiche denken?«

»Nein!«, kam Rhodans Antwort überraschend vehement. »Bully kennt mich. Er ist mein Freund. Er weiß, dass ich mich niemals auf so etwas einlassen würde.«

»Er war dein Freund«, konkretisierte Atlan. »Bevor er mit seinem chaotarchisch geprägten Zellaktivator als Quintarch in den – zugegeben: neutralisierten – Chaoporter FENERIK gestiegen und damit abgezogen ist. Wie es inzwischen um ihn bestellt ist, lässt sich nicht beurteilen. Es kann viel geschehen sein in den hundertachtzig Jahren, die seitdem vergangen sind.«

»Es ist viel geschehen. Sonst hätte es uns nicht in die Agolei verschlagen. Aber nicht das! Niemals!«

»Ich hoffe, du hast recht.«

»Früher oder später wirst du erkennen, dass ich recht habe. Wir werden herausfinden, woher die Leunflotte von uns wusste. Und dann werden wir auch die Antworten auf alles andere bekommen.«

Meg fand es rührend, wie inbrünstig Rhodan seinen alten Gefährten verteidigte, obwohl er sich seiner Sache unmöglich hundertprozentig sicher sein konnte. Mit ihren vierzig Jahren kannte sie Reginald Bull lediglich aus Doku-Trivids oder Geschichtsholos. Das hieß, sie konnte sich keine fundierte Meinung über ihn bilden. Wenn sie Rhodan aber so zuhörte, wünschte sie sich von ganzem Herzen, dass er richtiglag.

»Eine Minute bis zum Wiedereintritt«, sagte das Bordbewusstsein. »Bitte entschuldigt, dass ich euch die Zwei-Minuten-Marke unterschlagen habe, aber ich wollte euer Gespräch nicht unterbrechen.«

»Das war sehr rücksichtsvoll von dir«, behauptete Meg.

»Der Segen einer guten Erziehung. Sofern ihr das Pausenambiente nicht noch ein paar Sekunden länger genießen wollt, würde ich den Dschungel abschalten. Einverstanden?«

»Einverstanden«, sagte Rhodan.

Die Wildnis aus Pflanzen verschwand, die Geräuschkulisse verstummte. Lediglich der Urwaldgeruch blieb in der Luft hängen.

Schweigen kehrte ein. Alle sahen zur Innenwand der Lounge, wo sich ein Umgebungsholo zeigen würde, sobald der PHOENIX in den Normalraum zurückgekehrt war. Was würde sie erwarten? Wie sehr unterschied sich der Blick in einen Sternenstrom von dem in eine Spiralgalaxis wie die Milchstraße? Kämen sie in der Nähe einer Raumstation oder eines Planeten heraus? Bei Bulls Hauptquartier, das so stark gesichert war, dass sich die sie verfolgende Flotte dagegen eher lächerlich ausnahm?

Die letzten Sekunden tropften dahin, jede für sich eine kleine Ewigkeit.

Meg verdrängte die Furcht, inmitten eines Pulks von Leunschiffen herauszukommen. Stattdessen erinnerte sie sich, wie problemlos die Wyconder mittels eines Fernimpulses das Zusatzaggregat des PHOENIX desaktiviert hatten, das dem Raumschiff die Reise erst ermöglicht hatte.

238 Millionen Lichtjahre.

Hätten sich die Wyconder schließlich entgegen allen ihren Gepflogenheiten nicht doch noch bereit erklärt, ihnen das Aggregat zu überlassen, wäre die kleine Mannschaft...

Erscheint lt. Verlag 6.2.2025
Reihe/Serie Perry Rhodan-Erstauflage
Verlagsort Rastatt
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Fantasy / Science Fiction Science Fiction
Schlagworte Erstauflage • Perry Rhodan • Science Fiction
ISBN-10 3-8453-6312-6 / 3845363126
ISBN-13 978-3-8453-6312-7 / 9783845363127
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