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Die Rheintal-Saga - Der Beginn eines neuen Tages (eBook)

Historischer Roman | Band 3 der großen Saga über drei Schicksale inmitten des Dreißigjährigen Krieges
eBook Download: EPUB
2022 | 1. Auflage
374 Seiten
dotbooks (Verlag)
978-3-98690-123-3 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Die Rheintal-Saga - Der Beginn eines neuen Tages -  Heidrun Hurst
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Zwischen Krieg und Frieden: Der prachtvolle Historienroman »Die Rheintal-Saga - Der Beginn eines neuen Tages« von Heidrun Hurst als eBook bei dotbooks. Die Rheinauen, 1632: Der Schatten des Dreißigjährigen Krieges liegt über dem Land - während plündernde Söldnerhorden umherziehen, versucht unter den Bauern und Stadtbewohnern jeder bloß sein eigenes Leben zu retten. Aberglaube und Missgunst treiben die Bewohner von Odelshofen schließlich dazu, die junge Elisabeth als Tochter einer Hexe zu brandmarken. Schon lange gilt die mutige Frau, die allein den Hof der Eltern bewirtschaftet, als Ausgestoßene. Um ihr Leben zu retten, muss sie schließlich einen schweren Preis zahlen und einen grausamen Nachbarn heiraten. Schlimmer noch, er ist ausgerechnet der Todfeind des Mannes, dem sie vor langer Zeit ihr Herz schenkte: Doch Jakob ist in den Wirren des Krieges verschollen - und selbst wenn er zurückkehren würde, welche Zukunft kann es für die beiden noch geben? Jetzt als eBook kaufen und genießen: Der historische Roman »Die Rheintal-Saga - Der Beginn eines neuen Tages« von Heidrun Hurst ist der glanzvolle Abschluss ihrer Familiensaga. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag.

Heidrun Hurst, geboren 1966 in Kehl am Rhein, ging schon als Kind gerne mit Hilfe von Büchern auf Reisen in fremde Welten und ferne Zeiten. Ihr Hunger nach geschriebenen Abenteuern und Literatur wurde schließlich so groß, dass sie sich einige Jahre später selbst dem Schreiben widmete. Seitdem veröffentlicht sie historische Romane, für die sie mit Leidenschaft und Neugier tief in die Recherche längst vergangener Zeiten eintaucht. Die Autorin im Internet: heidrunhurst.de facebook.com/heidrun.hurst instagram.com/heidrunhurst Bei dotbooks veröffentlichte Heidrun Hurst ihre dreibändige STRASSBURG-SAGA, die im eBook und Print erhältlich ist und als Hörbücher bei Saga Egmont. Bei dotbooks veröffentlichte sie im eBook auch ihre dreibändige RHEINTAL-SAGA sowie ihre zweibändige VIKING KINGDOM-Saga, die als Hörbücher bei Saga Egmont erhältlich ist. Bei dotbooks erscheint außerdem im Print und eBook »Die Tochter der Kelten«, der erste Roman in ihrer großen KELTEN-SAGA.

Heidrun Hurst, geboren 1966 in Kehl am Rhein, ging schon als Kind gerne mit Hilfe von Büchern auf Reisen in fremde Welten und ferne Zeiten. Ihr Hunger nach geschriebenen Abenteuern und Literatur wurde schließlich so groß, dass sie sich einige Jahre später selbst dem Schreiben widmete. Seitdem veröffentlicht sie historische Romane, für die sie mit Leidenschaft und Neugier tief in die Recherche längst vergangener Zeiten eintaucht. Die Autorin im Internet: www.heidrunhurst.de www.facebook.com/heidrun.hurst www.instagram.com/heidrunhurst/ Bei dotbooks veröffentlichte Heidrun Hurst ihre »Straßburg«-Saga: »Der Teufel von Straßburg« »Die Pestheilerin von Straßburg« »Das Weib des Henkers« Dabei ist »Der Teufel von Straßburg« als eBook, Hörbuch sowie Printausgabe erhältlich. Auch bei dotbooks erscheint ihre »Rheintal«-Saga: »Die Rheintal-Saga – Die Kinder des Bergmanns« »Die Rheintal-Saga – Im Feuer des Lebens« »Die Rheintal-Saga – Der Beginn eines neuen Tages«

Kapitel 2
Straßburg


»Hoooh«, der Kutscher brachte die beiden Rappen zum Stehen, die einen noblen Zweispänner durch die Stadt zogen. Er schwang sich vom Kutschbock, öffnete die seitliche Tür und streckte die Hand aus, um der Person im Innern des Gefährts auf die Straße zu helfen. Bis jetzt hatte das geschlossene, schwarze Verdeck sie vor neugierigen Blicken bewahrt. Nun wurde sie offenbar.

Die Frau, die ihn um eine Handbreit überragte, setzte vorsichtig ihren Fuß auf den trocknenden Gassenschlamm des einfachen Vorstadtviertels. Ein ausgiebiger Regen hatte der drückenden Hitze, die ihnen in den letzten Wochen fast die Luft abgeschnürt hatte, für kurze Zeit ein Ende gemacht. Nun kam die Sonne wieder hervor, und das Wasser verdunstete zu einer unangenehmen Schwüle.

»Nicht einmal eine anständige Straße scheint es hier zu geben.« Die Worte der Frau klangen mürrisch. Sie war weitaus Besseres gewohnt. Im Innern Straßburgs waren die Straßen befestigt. Man pflasterte sie mit Stirnholz, um das Rattern der eisenbeschlagenen Räder zu dämpfen, zumindest diejenigen, die groß genug dafür waren und viel befahren wurden. Auch die Gasse vor ihrem Haus verfügte über ein solches Pflaster. Nicht weil sie besonders groß gewesen wäre, sondern weil sie sich in einer exklusiven Lage befand. Hier hingegen sah es nicht nach Reichtum und Wohlstand aus, eher nach gewöhnlicher Bürgerlichkeit. Aber was konnte man von einem Hausmädchen schon anderes erwarten? Ihr Blick glitt über die Fassade des schmalen, dreistöckigen Hauses. Das schlichte Fachwerk sah eher zweckmäßig als schön aus.

»Hier ist es, nicht wahr?« Es war mehr eine Feststellung als eine Frage. Sie vermied es dabei, in die Richtung des Kutschers zu sehen. Es war zwecklos, den Dienstboten mehr Aufmerksamkeit als nötig zu schenken. Freundlichkeit wurde nur selten mit Dankbarkeit belohnt.

»Jawohl, Meisterin.«

Sie nickte. »Warte hier, bis ich wiederkomme.«

»Sehr wohl, Meisterin.«

Gemessenen Schrittes ging die Frau über die Straße. Der Schweiß brach ihr unter der hochgeschlossenen, dunklen Kleidung aus. Sie war so schwarz wie die Kutsche, was der gängigen Straßburger Kleiderordnung entsprach. In der sommerlichen Schwüle wurde diese Vorschrift jedoch zur Plage.

Ein kleines, feuchtes Rinnsal sammelte sich zwischen ihren Schulterblättern und bahnte sich einen Weg unter den dunklen Schichten ihres Kleides hinab. Sie bewegte sacht die Schultern, um das unangenehme Gefühl abzuschütteln, während sie vorsichtig einatmete. Der in der Luft hängende Geruch war so übel wie die Gegend. Endlich klopfte sie an die Tür, die kurz darauf von einer Dienstmagd geöffnet wurde.

Die Pockennarben im Gesicht des korpulenten Weibes verfärbten sich rot, als sie die Besucherin erkannte. »Meisterin!«, brach es aus ihr heraus.

Die Frau genoss die Verblüffung, die sich in der Haltung ihrer ehemaligen Köchin abzeichnete, ging aber nicht näher darauf ein. »So! Hierher hat es dich also verschlagen. Ich dachte mir schon, dass es etwas mit dieser Person zu tun haben muss, das dich dazu gebracht hat, meine vollen Töpfe zu verlassen.«

Grete schlug die Augen nieder und ärgerte sich darüber, wie seltsam klein sie sich plötzlich fühlte.

Die alte Abendrotin blickte gebieterisch auf sie herab. »Bring mich zu deiner Herrin«, verlangte sie. Ihre Miene duldete keinen Widerspruch.

Bärbel wappnete sich, als sie hinter Sebastian die schmale Stube betrat, um ihren Besuch zu empfangen. Die Nachricht hatte ihren Mann ebenso verblüfft wie sie selbst. Sie war gerade mit dem Gemüse für das bevorstehende Mittagsmahl beschäftigt gewesen, als Grete in die Küche stürmte. Gretes hübsche, graue Augen hatten die Größe von Fasaneneiern angenommen, während sie die unglaubliche Neuigkeit so gehetzt in ihr Ohr raunte, als ob der Teufel hinter ihr her wäre. Die Abendrotin besuchte sie in ihrem eigenen Haus!

Bärbel fühlte, wie Gretes Beklommenheit auch auf sie übersprang. Jeder Muskel in ihrem Körper spannte sich an. Bei ihrem letzten Zusammentreffen waren sie nicht friedlich auseinandergegangen. Ein heftiger Streit hatte dazu geführt, dass sie mehr verriet, als ihr lieb war. Bedauerlicherweise lag es in der Natur dieser Dinge, dass man sie nicht mehr rückgängig machen konnte, auch wenn sie es noch so sehr wollte.

Vor einigen Jahren war sie Dienstmädchen im Hause der Abendrots gewesen, bis sie schwanger wurde und sich heimlich davongeschlichen hatte. Bei ihrer Rückkehr hatte die Meisterin nichts als Hohn und Spott für sie übrig, obwohl das Kind, das Bärbel geboren hatte, von ihrem eigenen Sohn stammte. Schließlich hatte Bärbel ihr diese Wahrheit ins Gesicht geschleudert. Ein Fehler, den sie bitter bereute.

In den Wochen danach plagten sie fürchterliche Albträume, die alle damit endeten, dass man ihr die kleine Marie wegnahm. Doch nichts dergleichen war geschehen, und so hatte sie sich schließlich damit begnügt, die Sache auf sich beruhen zu lassen. Sollte die Abendrotin nun – sechs Jahre später – doch noch etwas im Schilde führen?

Bärbel verschränkte die Arme hinter ihrem Rücken und ballte unbewusst ihre Hände zu Fäusten. Ihr Blick glitt für einen Moment zu Sebastian hinüber. Sie war froh, ihn an ihrer Seite zu wissen, obwohl ein kränklich grauer Ton sein Gesicht bedeckte und er viel zu mager war. Die Wunde auf seiner Stirn verheilte langsam zu einer tiefroten Narbe. Er war immer noch sehr empfindlich an dieser Stelle. Sie würde auf der Hut sein müssen, damit er sich nicht überanstrengte.

Die Meisterin blickte ihnen mit gewohnter Arroganz entgegen. Ein missbilligender Zug umspielte ihren breiten Mund, als ob ihr etwas an den beiden Personen nicht gefiel, die über den knarzenden Dielenboden auf sie zukamen. Immer noch war sie gertenschlank, nur ihre aufrechte Haltung war nicht mehr dieselbe, und in ihr Gesicht gruben sich die tiefen Falten des Alters. Sie saß bereits am Tisch, als ob sie hier zu Hause wäre. Ein krummer Rücken beugte sie ein wenig nach vorne, doch ihr Blick, den sie nun auf Bärbel richtete, war immer noch wach und ungetrübt. »Ich habe etwas mit dir zu besprechen«, verkündete sie, ohne sich die Mühe einer höflichen Begrüßung zu machen.

»Wie Ihr wünscht«, erwiderte Bärbel. Mit schierer Willenskraft zwang sie ihre Finger auseinander, deren Nägel sich in die Handflächen gruben, und rief sich zur Ordnung. »Doch zuvor möchte ich Euch meinen Mann vorstellen.« Sie lächelte das alte, überhebliche Weib freundlich an. Dies war ihr Haus, und hier gedachte sie nach ihren eigenen Regeln zu spielen. »Ich glaube nicht, dass ihr euch jemals zuvor begegnet seid.«

»Ganz sicher nicht«, erwiderte die Abendrotin spitz.

»Nun, dann wird es höchste Zeit«, Sebastian überging die Beleidigung und streckte der Meisterin freundlich die Hand entgegen. »Sebastian Liebig. Freut mich, Euch kennenzulernen.«

Die Meisterin erwiderte die Begrüßung, begegnete seinem offenen Lächeln jedoch mit zusammengepressten Lippen. Ein peinliches Schweigen entstand.

»Wollen wir uns nicht setzen?«, fragte Bärbel in die Stille hinein. Sebastian sah zum Umfallen erschöpft aus. Die Seuche, die bis vor Kurzem im Findelhaus grassierte, hatte ihn fast umgebracht. Erst seit ein paar Tagen war er wieder in der Lage, für ein bis zwei Stunden aufzustehen, bevor er matt und müde auf das Lotterbett zurücksank.

Er nahm ihren Vorschlag unverzüglich an und ließ sich kraftlos auf einen Stuhl sinken. Bärbel setzte sich ebenfalls.

»Vielleicht wollt Ihr uns nun verraten, weshalb Ihr gekommen seid?«, wandte sich Sebastian an ihren Gast.

Die Abendrotin senkte die Lider. Ihre gepflegten Hände lagen kalt und abweisend auf der abgenutzten Tischplatte, übereinandergelegt wie eine geballte Faust. Auf einmal schien es ihr schwerzufallen, den Grund ihres Besuches in Worte zu fassen. »Merten ist tot«, sagte sie jäh. Ihr faltiger Hals geriet in Bewegung, als sie krampfhaft schluckte. »Dieser Krieg ist wie ein gefräßiges Tier. Er hat mir alles genommen, was mir lieb und teuer war«, sie schaute auf, und zum ersten Mal sah Bärbel etwas anderes als Härte in den Augen der Meisterin. »Conrad ist bereits vor zwei Jahren bei einer seiner Handelsreisen ums Leben gekommen.« Ihr Blick heftete sich auf Bärbel. »Ich habe niemanden mehr. – Außer Mertens Kind, das du geboren hast.« Ihre Augen wurden dunkel vor Trauer, und die Feuchtigkeit einer einzelnen Träne sammelte sich zwischen den Lidern. Noch immer hielt sie den Kopf aufrecht, doch die Sehnen an ihrem Hals spannten sich an, als ob sie Mühe hatte, ihr Haupt noch länger auf den Schultern zu tragen. Mit einem Mal war sie nicht mehr als ein trauriges altes Weib.

Bärbel fühlte Mitleid in sich aufsteigen, während Sebastian neben ihr scharf die Luft einsog. Ihre Zuneigung für die Meisterin hielt sich noch immer in Grenzen, aber solch ein Schicksal hatte niemand verdient. »Und jetzt möchtet Ihr dieses Kind gern sehen, nicht wahr?«

Die Abendrotin nickte stumm.

Bärbels Blick fiel auf Sebastian. Seine dunkelblauen Augen bestätigten, was sie bereits vermutet hatte. Konnte man diesem armen Weib die Begegnung mit ihrem Enkelkind verweigern? Dem einzigen Familienmitglied, das ihr noch blieb? Wohl kaum. Doch was würde Marie dazu sagen? Sie ahnte nicht einmal, dass Sebastian nicht ihr leiblicher Vater war. Würde es ihrer kleinen Seele schaden, wenn die Sache nun ans Licht kam?

Im angrenzenden Schlafzimmer fing der kleine Jakob zu greinen an.

Bärbel stand auf, froh, für eine Weile den Augen ihres Gegenübers entfliehen zu können. »Ihr entschuldigt mich für einen Moment.«

Die Meisterin wandte sich an Sebastian. »Ihr...

Erscheint lt. Verlag 1.10.2022
Reihe/Serie Die Rheintal-Saga
Die Rheintal-Saga
Verlagsort München
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Historische Romane
Literatur Romane / Erzählungen
Geisteswissenschaften Geschichte Regional- / Ländergeschichte
Schlagworte Andrea Schacht • Carmen Mayer • eBooks • Ellin Carsta • Familiensaga Dreißigjähriger Krieg • Historienroman • Historischer Roman • historische Saga • Neuerscheinung • Sabine Weiß
ISBN-10 3-98690-123-X / 398690123X
ISBN-13 978-3-98690-123-3 / 9783986901233
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