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Im Jahr 1875 entdeckte der Bergbauer Alois Ulrich bei Stalden im Muotatal (Kanton Schwyz) den Eingang zu einer Höhle, deren Ende er damals trotz ausgedehnter Exkursionen mit Seil, Pickel, Leiter und einer einfachen Handlaterne nicht bestimmen konnte. Dies ist der Anfang der bewegten und bewegenden Entdeckungs- und Erschliessungsgeschichte des Höllochs, das heute mit 184 Kilometern bekannter Länge als die viertgrösste Karsthöhle der Welt gilt.

Die Geschichte des Höllochs ist aber wesentlich älter: Seit gut einer Million Jahren sucht sich das Wasser seinen Weg durch das Kalkgestein unter dem geheimnisvollen Bödmerenwald und hat dabei ein labyrinthisches Höhlensystem geschaffen. Die Vielfalt der Formen ist einmalig: Riesige Hallen wechseln ab mit engsten Schluffen, tobende Wasserfälle folgen auf Seen von zum Teil beträchtlichem Ausmass, Tropfsteinformationen in allen Farben setzen Akzente in den fast endlosen Höhlengängen.

Grossartige Farbaufnahmen dieser unterirdischen Zauberwelt bestimmen das Erscheinungsbild des vorliegenden Bandes. Dem Fotografen und Herausgeber Urs Möckli ist es gelungen, die einzigartige Faszination der Höhlenwelt in seinen Bildern einzufangen. Sie werden begleitet von informativen Textbeiträgen über die Karsthöhle, ihre Entstehung, ihre Geschichte, ihre Umgebung und ihre heutige Erschliessung, allesamt von intimen Kennern des Höllochs verfasst.

Das Werk richtet sich nicht (nur) an Höhlenforscher, sondern an ein breites Publikum, das sich von der geheimnisvollen Welt des Höllochs in Bann ziehen lässt.