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Vorwort zur sechsten und siebten Auflage Die Topographische Anatomie, im Hauptteil unseres Werkes dargestellt, erlangt durch die gerade erfolgte Neufassung der Approbationsordnung für Tierärzte und die damit einhergehende dramatische Kürzung des Unterrichtes in den anatomischen Fächern eine unerwartete aktuelle Bedeutung. Die topographisch-anatomische Vorgehensweise ermöglicht noch am ehesten, ein sehr umfangreiches und wichtiges Stoffgebiet in der Kürze der zur Verfügung stehenden Zeit angemessen zu vermitteln, und auch deshalb arbeiten wir seit vielen Jahren permanent an der Verbesserung unseres Werkes. Nach gründlicher Überarbeitung und Vervollständigung in der fünften Auflage verblieb noch die Neugestaltung, Ergänzung und Aktualisierung der "Beiträge zur klinisch-funktionellen Anatomie". Für die wichtige Aufgabe konnten wir die Kollegen Dr. Reese, München und PD Dr. Gerlach, Berlin, gewinnen. Die Tierklinik Krüger in Hamburg unterstützte unser Vorhaben durch großzügige Bereitstellung hochwertiger computertomographischer Abbildungen. Folgende Kolleginnen und Kollegen stellten uns dankenswerterweise Spezialaufnahmen zur Verfügung: Frau Dr. Allgöwer / Berlin, Professor Dr. Berens v. Rautenfeld / Hannover, Dr. Dr. Fahrenkrug / Quickborn, Frau Professor Dr. Grevel / Leipzig, Professor Dr. W Kraft / München, Dr. Maierl / München, Professor Dr. Poulsen Nautrup / München, Frau Dr. v. Ruedorffer / Essen. Nach vollzogener Überarbeitung der aktuellen Auflage sind wir der Berliner Studentenschaft für konstruktive Vorschläge zu großem Dank verpflichtet. Das gilt auch für das engagierte Mitwirken der studentischen und wissenschaftlichen Mitarbeiter unseres Institutes. Für fachliche Hinweise danken wir den Herren Professoren Dr. R. Berg, Dr. G. Böhme, Dr. K. Dämmrich, Dr. K. Donat, Dr. H. Martens und Dr. H.-J. Risse. Von besonderem Wert waren Anregungen von Professor Hashimoto (Sapporo), Professor Horowitz (St. Kitts, West Indies, USA) und Dr. McCarthy (Sydney), die die japanische beziehungsweise englische Übersetzung unseres Buches vornahmen. Sehr wertvoll erachten wir die Mitarbeit international hochgeschätzter Kollegen wie Professor Liebich aus München, Professor König aus Wien und Professor Simoens aus Gent. Unser Dank gilt auch der Schlüterschen für die jederzeit gewährte Unterstützung und Zusammenarbeit bei der Entstehung dieser vervollständigten und verbesserten Auflage. Berlin, im Herbst 2004 Die Verfasser Vorwort zur fünften Auflage (gekürzt) Dreizehn Jahre nach Erscheinen der ersten Auflage des Atlas der Anatomie des Hundes hatten wir bis heute ausreichend Gelegenheit zur Ergänzung, Verbesserung und fachlichen Anpassung unseres Werkes an die gültige Lehrmeinung und Nomenklatur. Mit der vorliegenden fünften Auflage wurde eine grundlegende Überarbeitung und eine weitergehende Vervollständigung und Ergänzung sowohl der Abbildungen als auch der Texte vorgenommen. Ursprünglich vorrangig für die Studenten der Berliner Veterinärmedizinischen Fakultät konzipiert, waren wichtige Kapitel wie die Körperhöhlen und deren Organe eher unterrepräsentiert, weil sie in speziellen Unterrichtsfächern, wie den Situsübungen, Berücksichtigung fanden. Zu unserer großen Überraschung fand der Atlas außerhalb Berlins viel größeren Anklang als an unserer heimischen Fakultät. Darüber hinaus gab es durch Auflagen in spanischer, englischer und japanischer Sprache ein nie erhofftes weltweites Echo. Auch aus diesem Grunde veranlaßte uns diese erfreuliche Entwicklung zur Erweiterung und zur stärkeren Berücksichtigung besonders bedeutsamer und klinisch relevanter Kapitel wie der speziellen Gelenklehre, der Brusthöhle mit Lungen und Herz, der Bauchhöhle mit ihren Eingeweiden sowie der Geschlechtsorgane. Eine erhebliche Anzahl von farbigen Halbton-Zeichnungen kam hinzu und alle alten Federzeichnungen wurden darüber hinaus zusätzlich von unserer wissenschaftlichen Graphikerin, Frau Richter, koloriert. Dies bedeutet nicht nur einen ästhetischen Gewinn, sondern einen Informationszuwachs, weil durch die Kolorierung eine eindeutige Abgrenzung morphologisch ähnlicher Gewebe, wie z. B. der Faszien, Aponeurosen und anderer Bindegewebsstrukturen sowie der Gelenkkapseln, möglich ist. Durch die Erweiterung und Vervollständigung gewann der topographisch-anatomische Teil derart an Übergewicht, daß er an den Anfang des Buches gestellt wurde. Dies geschah nicht zuletzt auch deshalb, weil dieses Buch mit dem bereits ebenfalls erschienenen "Atlas der Anatomie des Pferdes" in unser vorgesehenes Gesamtprojekt zur "Topographischen Anatomie der Haustiere" gehört. Die "Allgemeine Anatomie" wurde an das Ende unseres Buches verlagert in der Absicht, diesen Teil später zu ergänzen und als eigenen Band in das Gesamtprojekt zu integrieren. Berlin, im Sommer 1996 Die Verfasser Vorwort zur zweiten Auflage (gekürzt) Mit der Veröffentlichung der zweiten Auflage konnten wir die Chance nutzen, ein erfolgreiches Konzept völlig zu überarbeiten, entscheidend zu verbessern und bedarfsgerecht zu ergänzen. Die Vorzüge des neuentwickelten Konzeptes liegen klar auf der Hand, wie die Notwendigkeit zur Neuauflage, erst wenige Jahre nach Erscheinen der ersten Auflage, belegt. Die Verbesserungen gegenüber der Erstauflage wurden durch Einfügung oder Ersatz zahlreicher Farbtafeln mit übersichtlichen Halbtondarstellungen erreicht. Durch entscheidende Ergänzungen durch die Abschnitte allgemeine Anatomie, Zentralnervensystem, Sinnesorgane, Endokrinologie, spezielle Gelenklehre und spezielle Lymphologie wird ein vollständiges, aber kurzgefaßtes Lehrbuch vorgelegt, das bei Anwendung des topographisch-anatomischen Unterrichtskonzeptes den Studieninhalt des ersten Studienjahres umfaßt. Die neu aufgenommenen klinisch-funktionellen Beiträge sollen den praktischen Bezug zu medizinisch relevanten Sachverhalten herstellen und die Verknüpfung zwischen vorklinischer und klinischer Ausbildung fördern sowie Beiträge für das Verständnis medizinisch-anatomischer Zusammenhänge bieten. Die ca. vierzig Röntgenbilder dokumentieren überwiegend "Fälle aus der Praxis", womit das Anatomiestudium "gewürzt" werden soll. Darüber hinaus sollen sie auch zum röntgenanatomischen Studium der normalen Gegebenheiten genutzt werden, wozu die farbigen Illustrationen zum Vergleich und zur Orientierung herangezogen werden können. Es war uns ein besonderes Anliegen, den Wünschen der Studenten nach Straffung des Inhaltes und Gewichtung der überaus zahlreichen anatomischen Details entgegenzukommen. Der topographisch-anatomische Hauptteil des Buches bietet sich mit seinem Konzept des Textatlas für eine Komprimierung in der Beschreibung gewissermaßen von selbst an. Bei räumlicher Gegenüberstellung und engem inhaltlichem Bezug von Abbildung und Text, unter Verwendung korrespondierender Symbole kann das Wesentliche auf engstem Raum beschrieben werden, zumal viele Details direkt von den Abbildungen "abgelesen" werden können. Auf den Abbildungen und in der zugehörigen Beschreibung wurde die anatomische Norm berücksichtigt. Um einen angemessenen Rahmen nicht zu überschreiten, wurde auf die Wiedergabe anatomischer Variationen weitgehend verzichtet. Auch durch das Beschriftungskonzept der Abbildungen mit Hinweisstrichen, Ziffern und Buchstaben, die auf die zugehörige Textseite Bezug nehmen, und durch Erläuterungen in den klinisch-funktionellen Beiträgen werden medizinisch bedeutende Daten hervorgehoben, während weniger wichtige Details lediglich als Legende oder Tabelle ohne nähere Erläuterung aufgeführt werden. Den Studenten soll der vorliegende Textatlas ein übersichtliches Anschauungsmaterial und zugleich ein kurzgefaßtes Lehrbuch für das anatomische und das klinisch ausgerichtete Studium der angewandten Anatomie bieten. Darüber hinaus soll der Textatlas eine Hilfe beim Repetieren und für die Examensvorbereitung sein. Für den Terminologie-Unterricht wird ein Vokabelschatz anatomisch-medizinischer Fachausdrücke angeboten. Für den praktischen Tierarzt ist das vorliegende Buch als Quelle der raschen Information und Auffrischung, Vertiefung und Ergänzung des ehemals Gelernten gedacht. Besonders die aufgelisteten anatomisch-medizinischen Fachausdrücke mit Erläuterungen zur Bedeutung, Grammatik und Provenienz sowie die klinisch-funktionellen Beiträge können durchaus als ein Nachschlagewerk verwendet werden. Da die gültige Nomenklatur verwendet wird, kann das vorliegende Buch auch als Bild-Nomenklatur gelten. Berlin, im Sommer 1987 Die Verfasser Vorwort zur ersten Auflage (gekürzt) Der Atlas der Anatomie des Hundes wurde als Kompendium und zugleich als Anleitung für die topographisch-anatomische Präparation sowie für den Situs-Unterricht konzipiert. Vom Gesamtstoff der Anatomie bleiben das Zentralnervensystem mit Sinnesorganen sowie die spezielle Gelenklehre einer späteren Auflage vorbehalten. Die anatomischen Sachverhalte wurden nach topographischen Gesichtspunkten bei systematischer Gliederung wiedergegeben. Dazu wurden in den verschiedenen Körperabschnitten schichtweise die Osteologie, Myologie, Angiologie, Neurologie und Splanchnologie in ihrem wechselseitigen Zusammenhang nacheinander abgehandelt und durch topographische Farbtafeln mit ergänzenden schematischen Darstellungen veranschaulicht. Die Darstellungsmethoden betonen die wechselseitigen Lagebeziehungen der berücksichtigten Leitungsstrukturen unter Heraushebung nomenklatorischer Übereinstimmungen. Dadurch soll der Schrecken vor der Vielfalt, dem Umfang und der Kompliziertheit der Materie gemindert werden. Das hier gewählte Konzept hat bei engem inhaltlichem Bezug und räumlicher Gegenüberstellung von Abbildung und zugehöriger Beschreibung den Vorteil, das Wesentliche auf engstem Raum abhandeln zu können. Das vorliegende Buch soll dem Studenten ein übersichtliches Anschauungsmaterial und eine kurzgefaßte Zusatzlektüre zum Lehrbuchstudium und zum Vorlesungsstoff sowie eine Hilfe beim Repetieren, besonders für die Examensvorbereitung, bieten. Die Abbildungen sind auch als Anregung zum Nachzeichnen gedacht, wodurch in einer eigenen Arbeitskontrolle das Verständnis für die anatomischen Gegebenheiten überprüft und die Einprägung in das Gedächtnis vertieft werden. Für den praktischen Tierarzt ist es als Quelle zur raschen Information und zur Auffrischung und Vertiefung des ehemals Gelernten abgefaßt. Umfang, Einteilung und Abfolge des Stoffgebietes sind nach dem Vorgehen bei der topographischen Präparation ausgerichtet, die den Studenten an der Freien Universität Berlin als Unterrichtsprogramm im ersten Studiensemester geboten wird. Auf der erarbeiteten Grundlage setzt sich später das aufbauende Studium der vergleichenden und klinisch-angewandten Anatomie fort. Die topographische Anatomie ist die Grundlage und der Schlüssel für das Verständnis medizinischer Zusammenhänge. Sie ist für die Chirurgie und Pathologie von besonderem Wert. Herr Professor Dr. Fritz Preuß führte die topographische Ganztierpräparation in Berlin ein, und seine Präparieranleitungen waren bis zur drastischen Kürzung und Umstellung der Präparierübungen richtungweisend für den Unterricht. Die erfolgreiche und anspruchsvolle Methode der Präparation stellt in der Kürze der zur Verfügung stehenden Zeit hohe Anforderungen an die Studenten und verlangt vielseitige Unterstützung durch die Lehrenden. Auch diesem Zweck soll der vorliegende Atlas durch seine naturgetreue Wiedergabe von Präparationsfeldern mit begleitendem Text dienen. Der gebotene Gesamtstoff wurde in Kapitel (K) und noch enger in Themen (T) gegliedert, die von Teilnehmern an Präparierübungen als Tagespensum (T) für die Erstellung eines Präparates aufzufassen sind. Dem beschreibenden Teil wurden Angaben zur präparatorischen Vorbehandlung des abgebildeten Präparats und Anweisungen zu dessen Erstellung durch den Übungsteilnehmer vorangestellt. Präparatorisch darzustellende Strukturen werden im Text durch Fettdruck besonders hervorgehoben. Um den vorgegebenen Rahmen einzuhalten, blieben anatomische Variationen unberücksichtigt. Die geltenden Nomina Anatomica Veterinaria (HOLZHAUSEN, Wien 1973) fanden Anwendung, was prinzipiell auch für verwendete Abkürzungen gilt. Darüber hinaus wurden im beschreibenden Teil nur Wirbel und Nervenäste abgekürzt (z. B.: vL 1 für die erste Vertebra lumbalis; nL lvl für den Ventrolateralast des ersten Nervus lumbalis). In den Abbildungsbeschriftungen und tabellarischen Zusammenstellungen mußten aus Platzgründen auch weitergehende, sonst ungebräuchliche Abkürzungen verwandt werden. Anregungen und Wünsche der Studenten, beispielsweise nach Erstellung von Tabellen zur speziellen Myologie und des anatomischen Wortschatzes, wurden weitgehend berücksichtigt. Als Vorlagen für die Abbildungen dienten Präparate der Anatomischen Sammlung aus dem Institut für Veterinär-Anatomie, -Histologie und -Embryologie der Freien Universität Berlin, die von den Präparatoren des Instituts Herrn Seifert, Herrn Dressel und Herrn Schneider angefertigt wurden. Berlin, im Sommer 1983 |
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